Der Kreis Segeberg ist ein Kreis im Land Schleswig-Holstein. Er gehört zur Metropolregion Hamburg.
Der Kreis Segeberg grenzt im Norden an den Kreis Rendsburg-Eckernförde, an die kreisfreie Stadt Neumünster und an den Kreis Plön, im Osten an den Kreis Ostholstein, im Südosten an den Kreis Stormarn und an die Freie und Hansestadt Hamburg und im Westen an die Kreise Pinneberg und Steinburg.
Schwerpunkte der Wirtschaft der Kreisstadt liegen im Tourismus (insbesondere Luftkurort und Karl-May-Festspiele). Der Wirtschaftsschwerpunkt des Kreises liegt jedoch an der A 7, der Achse Norderstedt – Henstedt-Ulzburg – Kaltenkirchen.
Durch das Kreisgebiet verläuft im westlichen Teil die A 7 mit den Anschlussstellen Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen, Bad Bramstedt und Großenaspe. Im Osten durchquert die A 21 den Kreis, die allerdings noch sehr lückenhaft ausgebaut ist. In Planung als neue Ost-West-Verbindung ist die Verlängerung der A 20 von Lübeck quer durch den Kreis Segeberg bis zu einer Kreuzung mit der A 7 bei Bad Bramstedt und weiter durch den Kreis Steinburg zu einer neuen Elbquerung.
Die Schiene erschließt den Kreis mit mehreren Bahnlinien:
die Bahnstrecke Neumünster – Bad Segeberg – Bad Oldesloe (nordbahn) verläuft im Nordostteil des Kreises
die Linie Neumünster – Hamburg (AKN) erschließt den Westteil und verläuft etwa parallel zur Autobahn A7
Von der AKN-Strecke zweigen die “Alsternordbahn” Ulzburg Süd – Norderstedt Mitte und die Bahnstrecke Henstedt-Ulzburg – Elmshorn ab, die weitere Haltepunkte im Kreisgebiet bieten.
Zwischen Norderstedt Mitte und Garstedt hat die Hamburger U-Bahnlinie U1 drei Haltestellen im Kreis Segeberg.
Der ÖPNV im gesamten Kreisgebiet wurde 2003 in den HVV eingegliedert. Zuvor gehörte lediglich der Südteil des Kreises Segeberg (unter anderem mit Norderstedt und Henstedt-Ulzburg) zum Verkehrsverbund.
Der Kreis Segeberg hat seinen historischen Vorläufer in der Vogtei Segeberg, einem Militär- und Verwaltungsbezirk, der sich um die 1134 errichtete Siegesburg bildete. Nach der Umwandlung der Vogtei in das „Amt Segeberg“ im 15. Jahrhundert kristallisierte sich eine administrative Zweiteilung des Territoriums in ein dem Amtmann unterstelltes mittleres und westliches und ein von adligen Gutsherrn verwaltetes östliches Gebiet heraus. Erst nach der Eingliederung Schleswig-Holsteins in die preußische Monarchie wurde mit der Verordnung vom 22. September 1867 „betreffend die Organisation der Kreis- und Distriktsbehörden im Bezirk Holstein“ auch der Kreis Segeberg gebildet. Der Sitz des Landrats als obersten Verwaltungsbeamten des Kreises ist seitdem Segeberg. Als Schöpfer der Segeberger Kreisverwaltung gilt Freiherr von Willemoes-Suhm (1877-1892), der auch das bis heute genutzte Kreishaus, Hamburger Straße 30, errichten ließ. Nach der ersten schleswig-holsteinischen Gebietsreform im Jahre 1932 mit der Auflösung des Kreises Bordesholm fiel der Raum Gadeland, Boostedt, Großenaspe und Heidmühlen an den Kreis Segeberg. Neben der Beibehaltung des Titels „Landrat“ wurde 1950 zugleich das Amt des „Kreispräsidenten“ als Vorsitz und Sitzungsleitung des Kreistages geschaffen. In der am 1. Januar 1970 durchgeführten Gebietsreform gewann der Kreis die neu gebildete Stadt Norderstedt, entstanden aus vier Gemeinden der Kreise Pinneberg und Stormarn, hinzu. Dafür trat er am 26. April 1970 Gadeland an die Stadt Neumünster ab. Am 1. Januar 2006 schlossen sich die Ämter Segeberg-Land und Wensin zum Amt Trave-Land zusammen.